
Das Anaga-Gebirge ist die andere Insel: uralt, grün, verwunschen. Du fährst durch Lorbeerwald, der seit der Eiszeit überlebt hat, über einen Grat im Nebel, und tauchst dann ab zur wilden Nordküste, wo der Atlantik gegen schwarze Felsen schlägt.
Vormittags, bevor der Passatwind dichten Nebel über den Grat schiebt. Nach Regen meiden: Laub und Feuchte.
Die Strecke auf der Karte
Gelb die Route, nummeriert die Stopps. Karte ziehen zum Erkunden, Marker antippen für Details.
Streckenverlauf als Orientierung — keine Navigationsvorgabe. Fahr nach Schildern und Sicht.
Unterwegs
Stopps der Tour
- 1
Mirador Cruz del Carmen
AussichtTor zum Wald. Besucherzentrum, Café, und bei klarer Luft Blick bis La Laguna.
- 2
Lorbeerwald (Laurisilva)
KurvenUNESCO-Reliktwald aus der Eiszeit. Hier fährst du langsam, wegen der Nässe und weil es sich lohnt, hinzuschauen.
- 3
El Bailadero
FotoGratpunkt mit Tunnel. Links Süden, rechts Norden. Oft die Wetterscheide aus Sonne und Nebel.
- 4
Taganana
KulturBergdorf am Steilhang, dunkler Stein, schmale Gassen. Authentisch und unverstellt.
- 5
Roque de las Bodegas
PauseKüstenflecken mit Fischrestaurants. Kaffee und frischer Fisch direkt am Atlantik.
- 6
Playa de Almáciga
AussichtWilder schwarzer Strand. Nur schauen, die Strömung ist tückisch. Das Tosen hörst du schon von der Straße.
Hier pass auf
- Der Lorbeerwald ist oft nass und der Asphalt feucht-glatt, dazu Laub in den Kurven. Vorsicht beim Anbremsen.
- Die TF-12 über den Grat ist eng und kurvig ohne Ende, anstrengend für ungeübte Hände. Plan Pausen ein.
- Nebel kann in Minuten kommen. Licht an, Tempo raus, Abstand halten.
So fährt sich die Tour
Ab La Laguna über die TF-12 in die Berge. Schon nach wenigen Kurven verschwindet die Stadt und der Wald schluckt dich. Der Laurisilva, der Lorbeerwald, ist feucht, moosig, oft in Nebel getaucht. Der Belag ist schmal und kann glänzen vor Feuchtigkeit; fahr hier nicht auf Zeit, sondern auf Sicht. Am Mirador Cruz del Carmen lohnt der erste Stopp: Café, Aussicht (wenn die Wolke aufreißt) und der Geruch von nassem Holz.
Weiter über den Grat. Die TF-12 reiht Kurve an Kurve, viele blind, dazu Gegenverkehr aus Mietwagen und Linienbussen, die mittig fahren. Konzentration. An der Abzweigung TF-134 geht es steil hinab nach Taganana – ein Bergdorf, das sich an den Hang klammert, mit Häusern aus dunklem Stein. Von hier zur Küste: Roque de las Bodegas und die Playa de Almáciga, wo es den fangfrischen Fisch und den verdienten Kaffee gibt.
Zurück denselben Weg hinauf oder über die TF-136 zum Faro de Anaga. Temperaturarbeit ist auch hier Thema: oben im Nebel ist es kühl und klamm, unten an der Küste sofort wärmer und windiger. Eine wasserdichte Schicht im Gepäck ist keine schlechte Idee. Der Wald macht, was er will.
Bevor du losfährst
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